Geschichte

 

Die Geschichte des Tai Chi Quan…..

 

ist eine lange Geschichte!

Verlässliche Quellen gehen bereits auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Den Ursprung bildete der sogenannte Chen-Stil, der – und diese Tradition hielt sich bis in die Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts – als Familiengeheimnis in seiner Vollständigkeit ausschließlich an die Söhne weitergegeben wurde. Dennoch hatten die Meister auch andere, ausgesuchte Schüler, die sie teilweise in die Geheimnisse ihres Stils mit einweihten.

Einer der Meisterschüler entwickelte Ende des 18. Jahrhunderts dann die 2. große Stilrichtung, den Yang-Stil, der ebenfalls als Familientradition weiterlebte. Zwischen Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts ist die Entstehung der 3. großen Stilrichtung angesiedelt, der Wu-Stil.

Yang-single_(restoration)

Meister Yang Ch`eng-fu (1883-1936) demonstriert die “einfache Peitsche”

In den Sechzigerjahren gab es in China jedoch einen einschneidenden Wandel: im Zuge der kommunistischen Kulturrevolution wurden sämtliche Kampfkünste verboten, viele alte, große Meister flohen – und brachten ihre uralte Tradition in den Westen!

Die Vielzahl der seither praktizierenden Menschen hat im Laufe der Zeit auch eine Vielzahl an Weiterentwicklungen bewirkt, so dass heute ein großes und breites Spektrum an Stilen und Unterstilen existiert.

Aber so unterschiedlich sich seither auch verschiedenste Stile im Tai Chi Quan herausgebildet haben, so haben sie doch alle eines gemeinsam:

 

sie zählen zu den sogenannten

inneren Kampfkünsten“

 

Diese Bezeichung geht von einem völlig anderen Ansatz aus, als die „äußeren Kampfkünste“, wie z.B. KungFu oder Karate. Während hier die Entwicklung von Muskelkraft und Geschicklichkeit maßgebend ist, gehen die „inneren Kampfkünste“ davon aus, dass Hartes durch Weiches besiegt werden kann (vgl. Stein/Wasser). Jeder Bewegungsablauf entspringt einer Kampfhandlung, die sich durch weiche Bewegungen die Energien des Gegners zunutze macht und ihn dadurch besiegt!

 

Die „inneren Kampfkünste“ sind daher von folgenden Prinzipien gekennzeichnet:

  • fließende, weiche Bewegungen

  • Einheit von Körper und Geist

  • Arbeit mit dem Energiefluss

  • Einheit von Bewegung und Atmung

 

Tai Chi Quan ist eine Bewegungsmeditation.

Übt man regelmäßig, besonders in Kombination mit Qi Gong, hat dies vielfältige, positive Wirkung auf unsere Gesundheit.

 

IMG_7527 (Kopie)

 

Aktuelle Artikel